Jochen Drechsler Aktiver Bürgerverein

Stefan Roth

  in den Gemeinderat 2014 gewählt
Alter: 51
Familie: verheiratet, 2 Jungs
Wohnt in: Am Mühlacker 22
Beruf: Selbständiger Schreinermeister, Industriekaufmann
Werdegang:

Fachabitur (Technik), Fachoberschule Aschaffenburg

Zivildienst in den Lebenshilfe Werkstätten Schmerlenbach

langjähriger kirchlicher Jugendleiter in der KJG
Ausbildung zum Industriekaufmann Fa. Linde

Ausbildung zum Schreinergesellen
Meisterausbildung in Garmisch-Partenkirchen Schwerpunkte: Gestaltung und Kunstgeschichte

Hobbies: Freihandzeichnen, Kalligraphie, Bund Naturschutz
Gestaltungsobjekte im öffentlichen Raum in Heigenbrücken

Buswartehäuschen, Interior im ehemaligen Kur-und Verkehrsamt, Naturbad, Gestaltung von Trauzimmer und zuletzt Schuleingang

Persönliche Stellungnahme:

Gewerbe / Bahnflächen

Durch die freiwerdende Bahnfläche erhält Heigenbrücken zuzusagen eine zweite Chance sich zu entwickeln. Das was es in Heigenbrücken am wenigsten gibt, nämlich waagerechte Fläche, wird uns mit dem Umzug der Bahntrasse in unglaublichem Maße geschenkt.

Die ökologisch und wirtschaftlich verträgliche und erträgliche Ausgestaltung dieses Areals idealerweise mit einer entsprechenden Anbindung durch den Berg (altes Tunnel) wird somit die große zu bewältigende Aufgabe für Heigenbrücken werden.
Durch die Ansiedelung von „sanften“ Gewerbebetrieben auf einem Teil des Geländes würde die Wirtschaftskraft der Kommune und die geistige Kraft unserer Ortsgemeinschaft erheblich bereichert werden. Undifferenzierte Feindbilder (Tourismus = gut , Gewerbe = schlecht ) die immer noch vereinzelt existieren, helfen hier sicherlich nicht weiter.

Vereine

Die Vereine sind das Bindemittel im Teig der Dorfgemeinschaft. Doch in letzter Zeit wird der daraus gebackene Kuchen immer spröder. Viele wollen von einer Torte abschneiden, die noch gar nicht gebacken ist. Hier ist ein "Bäcker" gefragt der die Zutaten vorher freundlich einfordert, mischt, motiviert und den Gemeinschaftskuchen kreiert.

Jugend und Zukunft

Wir brauchen die Jugend, ihre Ideen und ihr Engagement in sozialer und auch in politischer Hinsicht.
Wieso sollen aber nur Männer ab 40 (jetziger Gemeinderat) über Ihre Zukunft beraten und entscheiden?
Könnte da auch ein Jugendforum sein, dass regelmäßig 1 mal im Jahr die speziellen Wünsche und Anregungen der Jugendlichen aufnimmt? - Und nicht nur re-agiert, wenn es wieder mal am Busparkplatz kracht!
Aber, es gehört der echte Wille dazu …Zeit …. und ein langer Atem ….

Kulturgüter

Vor gut 30 Jahren war ich Besucher einer Gemeinderatssitzung in der fast einstimmig der Abriss des ortsmittigen mittelalterlichen Fachwerkhauses (heute Cafe Emaille ) zu Gunsten eines Parkplatzes beschlossen wurde. Der damalige Ortsplaner redete mit Engelszungen auf die Gemeinderäte ein, dass dies ihr letztes großes Kulturgut wäre
…….danach Diskussion ?
….. betretenes Schweigen!
….keine einzige Wortmeldung !!!

An diesem Abend habe ich die Welt nicht mehr verstanden. Gab es wirklich keinen Gemeinderat der den kulturellen Wert dieses Gebäudes wertschätzte?

Gott sei Dank wurde das Thema später doch noch mal aufgegriffen, auf die lange Bank geschoben ……. und es bedurfte eines Arno Dambacher aus Frankfurt! der sich mit viel Herzblut dem Objekt widmete und es zum heutigen Schmuckstück machte. Ihm gebührt Ehre!

Was würden wir heute, außer der Kirche sonst auf unseren Ortsprospekten abdrucken?

Und doch haben die Gemeindeverantwortlichen nicht allzu viel daraus gelernt! Denn aktuell sollte das Rathaus, das zu wesentlichen Teilen aus den handbehauenen Sandsteinen des vorher dort stehenden alten Schulgebäudes besteht, auf dem Altar des Vollwärmeschutzes geopfert werden und komplett hinter einer seelenlosen künstlichen Dämmschicht für immer verschwinden!

Widerstand?
Nur ein mehrseitiger engagierter Brief eines gemeinderätlichen Elektroingenieurs …….. der wieder was von Kulturdenkmal erzählte ……ein kleines Schreinerlein noch .. sonst nichts! …..

Doch das Schicksal hatte auch hier noch mal ein Einsehen mit unserem Dorf und lies die Kosten der energetischen Sanierung derart steigen, dass ein paar mutige Gemeinderäte die Reißleine zogen und das Projekt vorerst einstampften.

Doch das Ganze ist noch nicht vom Tisch!
Es gibt gute technische Alternativen zum äußeren Vollwärmeschutz, diese gilt es zu planen und zu projektieren …

Und Sie, liebe Bürger (Frauen und Männer, Mädels und Jungs ) von Heigenbrücken können durch Ihr / Euer Wahlvotum und Mitgliedschaft im Aktiven Bürgerverein dafür sorgen, dass dieses Kapitel der Dorfgeschichte von späteren Generationen nicht mit schamrotem Gesicht aufgeschlagen wird!

Nehmen Sie mich beim Wort!

Ihr Stefan Roth

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